
Ein Designklassiker ist mehr als ein Möbel – er ist ein Werkzeug zur Raumgestaltung, das Zonen durch visuelle Anziehungskraft statt durch physische Barrieren schafft.
- Die Investition in ein Original übertrifft oft die Rendite eines Sparkontos, da es seinen Wert behält oder sogar steigert und gleichzeitig täglichen Nutzen bietet.
- Die strategische Platzierung eines Solitärs im Raum ist eine bewusste Choreografie von Laufwegen und Blickachsen, nicht nur eine einfache Abgrenzung.
Empfehlung: Behandeln Sie Ihr Statement-Möbel wie eine Skulptur: Geben Sie ihm Raum zum Atmen und nutzen Sie es, um Blickachsen bewusst zu lenken und funktionale Inseln zu definieren.
Offene Grundrisse sind der Inbegriff modernen Wohnens, besonders in hochwertigen Schweizer Neubauten. Sie versprechen Weite, Licht und Kommunikation. Doch mit der Freiheit kommt die Herausforderung: Wie schafft man gemütliche, funktionale Zonen, ohne die Grosszügigkeit mit Wänden zu zerstören? Viele greifen zu den üblichen Lösungen wie Bücherregalen, Paravents oder grossen Pflanzen. Diese Ansätze sind praktisch, kratzen aber nur an der Oberfläche des Potenzials, das in einem offenen Raum steckt. Sie agieren oft als blosse Barrieren und fragmentieren den Raum, anstatt ihn intelligent zu gliedern.
Was aber, wenn die Lösung nicht darin besteht, den Raum physisch zu blockieren, sondern ihn visuell zu choreografieren? Hier kommen Designklassiker ins Spiel. Ein Eames Lounge Chair, ein freistehendes USM Haller Sideboard oder ein modulares Sofa sind weit mehr als nur Sitzgelegenheiten oder Stauraum. Sie sind skulpturale Objekte mit einer eigenen Gravitationskraft. Es geht darum, diese Design-Solitäre nicht als Hindernisse, sondern als visuelle Ankerpunkte zu verstehen, die funktionale Inseln definieren – eine Lese-Ecke, einen Konversationsbereich, eine Medienzone. Sie lenken den Blick, definieren Laufwege und verleihen dem Raum eine subtile, aber klare Struktur, ohne ihm das Gefühl von Offenheit zu nehmen.
Dieser Artikel taucht tief in die räumliche Logik der Inneneinrichtung ein. Wir analysieren, warum ein Designklassiker eine kluge Investition ist, wie man Möbel frei im Raum positioniert, ohne den Fluss zu stören, und wie man die praktischen Hürden wie Kabelführung und die Wahl zwischen Original und Nachbau meistert. Es ist ein Leitfaden, der Ihnen zeigt, wie Sie mit ikonischen Möbeln nicht nur dekorieren, sondern Ihren Raum architektonisch formen.
Um die Kunst der Raumzonierung mit Designikonen zu meistern, haben wir diesen Leitfaden in präzise, thematische Abschnitte unterteilt. Jeder Teil widmet sich einer spezifischen Frage, von der finanziellen Wertstabilität bis hin zu ganz praktischen Einrichtungsdetails.
Sommaire: Die Kunst der Raumgliederung mit Design-Solitären
- Warum ist ein Eames Lounge Chair wertstabiler als ein Sparkonto?
- Wie positionieren Sie ein Sofa frei im Raum, ohne den Fluss zu blockieren?
- Original oder Replica: Lohnt sich der Aufpreis von 5000 CHF für die Qualität wirklich?
- Das Kabel-Chaos vermeiden: Wie versorgen Sie freistehende Möbel mit Strom?
- Wie lenken Sie den Blick mit einem Statement-Piece von der unaufgeräumten Küche ab?
- Wie verstecken Sie das Stromkabel einer Stehleuchte mitten im Raum stolperfrei?
- Wie legen Sie mehrere Teppiche übereinander (Layering), damit es nicht stolpert?
- Lohnt sich der Kauf eines originalen Designklassikers als Erbstück?
Warum ist ein Eames Lounge Chair wertstabiler als ein Sparkonto?
Die Vorstellung, ein Möbelstück als Investment zu betrachten, mag zunächst kontraintuitiv klingen, besonders im Vergleich zur vermeintlichen Sicherheit eines Schweizer Sparkontos. Doch während Geld auf einem Konto durch Inflation real an Wert verliert, verhalten sich ikonische Designklassiker eher wie Sachwerte – ähnlich wie Kunst oder Oldtimer. Der entscheidende Unterschied liegt in der Kombination aus Nutzwert und Wertstabilität. Ein Eames Lounge Chair ist nicht nur ein potenzielles Investment, sondern ein Objekt, das täglich Freude, Komfort und ästhetischen Genuss bereitet. Dieser „emotionale Ertrag“ ist ein Faktor, den keine Bank bieten kann.
Die Wertstabilität von Originalen ist bemerkenswert. Während Standardmöbel beim Verlassen des Geschäfts bereits einen Grossteil ihres Wertes verlieren, behalten Designklassiker von Herstellern wie Vitra oder Cassina ihren Wert ausserordentlich gut. Einige Stücke erfahren sogar eine erhebliche Wertsteigerung, die weit über dem ursprünglichen Kaufpreis liegen kann. Experten bestätigen, dass bei gefragten Ikonen Wertsteigerungen bis zum Zehnfachen des Ursprungspreises möglich sind. Ein gut gepflegtes Original ist somit nicht nur ein Statement im Wohnraum, sondern eine Absicherung gegen Inflation und eine potenzielle Kapitalanlage.
Die folgende Tabelle verdeutlicht den fundamentalen Unterschied in der Wertlogik zwischen einem Designklassiker und einem traditionellen Sparkonto.
| Kriterium | Designklassiker | Sparkonto |
|---|---|---|
| Wertverlust bei Neuware | Extrem gering verglichen mit Standardmöbeln | Kein Wertverlust |
| Inflationsschutz | Gewisser Inflationsschutz mit erheblicher Wertsteigerung möglich | Meist negativ real |
| Nutzwert | Lebenslange freudige Nutzung | Keine direkte Nutzung |
| Wiederverkaufswert | Im Idealfall über Anschaffungspreis | 100% des Kapitals |
Letztlich ist die Entscheidung für einen Designklassiker eine Entscheidung für Beständigkeit. Der Eames Lounge Chair beispielsweise wird 2026 bereits 70 Jahre alt, hat aber nichts von seiner Relevanz und Faszination verloren. Er verkörpert eine Qualität, die über Generationen hinweg Bestand hat – eine Eigenschaft, die ihn wertstabiler macht als manch kurzfristige Finanzanlage.
Wie positionieren Sie ein Sofa frei im Raum, ohne den Fluss zu blockieren?
Ein Sofa mitten im Raum zu platzieren ist ein mutiger Schritt, der die gesamte Dynamik eines offenen Grundrisses verändert. Es geht hier nicht darum, eine Wand zu imitieren, sondern eine bewusste Raum-Choreografie zu inszenieren. Das Ziel ist es, eine einladende, funktionale Insel zu schaffen, die den natürlichen Bewegungsfluss im Raum nicht behindert, sondern leitet. Ein falsch positioniertes Sofa wirkt wie ein unüberwindbares Hindernis; richtig platziert, wird es zum Herzstück des Wohnbereichs, das zum Verweilen einlädt und gleichzeitig klare Zonen definiert.
Der Schlüssel liegt darin, in Bewegungsflüssen und Sichtachsen zu denken. Bevor Sie das Sofa verrücken, analysieren Sie die Hauptlaufwege: vom Eingang zur Küche, vom Wohn- zum Essbereich, zum Balkon oder Fenster. Diese Wege sollten frei und intuitiv begehbar bleiben. Ein guter Richtwert ist, dass Sie niemals im Zick-Zack um Möbel herumlaufen müssen. Das Sofa sollte diese Pfade flankieren, nicht kreuzen. Ein Modell auf Füssen wirkt dabei oft leichter und weniger blockierend als ein massives, bodentiefes Polstermöbel, da der Boden darunter sichtbar bleibt und ein Gefühl von Weite bewahrt wird.

Sobald das Sofa seine Position gefunden hat, wird es zum visuellen Anker. Um die Wirkung zu verstärken, gruppieren Sie weitere Elemente darum. Ein Teppich unter der Sitzgruppe definiert die „Insel“ klar auf dem Boden. Ein niedriger Beistelltisch oder Couchtisch bildet das Zentrum der Gruppe. Wichtig ist auch ein Gegengewicht: Stellen Sie dem Sofa mindestens ein weiteres Möbelstück gegenüber, zum Beispiel einen Sessel oder eine Ottomane, um ein abgeschlossenes, aber offenes Konversations-Arrangement zu schaffen. Der ideale Abstand zum Fernseher, falls vorhanden, beträgt etwa das Zweifache der Bildschirmdiagonale.
Original oder Replica: Lohnt sich der Aufpreis von 5000 CHF für die Qualität wirklich?
Die Frage nach Original versus Replica ist mehr als eine Preisfrage; es ist eine Grundsatzentscheidung über Qualität, Nachhaltigkeit und Wertschätzung von Design. Ein Aufpreis von mehreren tausend Franken für ein Original wie den Eames Lounge Chair von Vitra im Vergleich zu einem Nachbau mag auf den ersten Blick exorbitant erscheinen. Doch dieser Betrag kauft nicht nur einen Namen, sondern eine ganze Kette von Werten: Materialehrlichkeit, handwerkliche Präzision, garantierte Langlebigkeit und die Sicherheit, ein Stück Designgeschichte zu besitzen, das seinen Wert behält.
Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Material- und Verarbeitungsqualität. Originalhersteller verwenden sorgfältig ausgewählte, langlebige Materialien und produzieren unter strengen Qualitätskontrollen. Ein weiterer entscheidender, oft übersehener Faktor ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Für einen Vitra- oder Cassina-Klassiker können Sie oft noch Jahrzehnte später Ersatzteile bestellen – ein Service, den Replica-Hersteller schlicht nicht bieten. Ein kleiner Defekt bedeutet bei einem Nachbau oft das Ende, während ein Original repariert und weitervererbt werden kann.
Der Wiederverkaufswert ist der Punkt, an dem sich der höhere Anschaffungspreis am deutlichsten amortisiert. Während Replicas auf dem Gebrauchtmarkt fast wertlos sind und sich nur schwer wieder verkaufen lassen, erzielen Originale konstant hohe Preise. So kosten beispielsweise gebrauchte USM Haller Möbel auch nach 10 Jahren oft noch rund 70% des Neupreises. Der finanzielle „Verlust“ ist bei einem Original über die Jahre also oft deutlich geringer als bei einem billigen Nachbau, der nach kurzer Zeit ersetzt werden muss.
| Aspekt | Original (Vitra/Cassina) | Replica |
|---|---|---|
| Anschaffungspreis | 8000+ CHF | 1500-2500 CHF |
| Wiederverkaufswert | Ca. 70% des Neupreises (Beispiel) | Schwer wieder loszuwerden, fast wertlos |
| Ersatzteile | Nach Jahrzehnten noch verfügbar | Meist nicht verfügbar |
| Echtheitsnachweis | Signatur/Signet des Herstellers | Nicht vorhanden |
Das Kabel-Chaos vermeiden: Wie versorgen Sie freistehende Möbel mit Strom?
Ein freistehendes Sofa oder ein zentral platzierter Sessel mit Leseleuchte ist ein elegantes Statement – bis ein unschönes Stromkabel quer durch den Raum die Illusion zerstört und zur Stolperfalle wird. Die Stromversorgung ist die Achillesferse der freien Möbelplatzierung. Glücklicherweise gibt es heute eine Vielzahl von durchdachten Lösungen, die von vorausschauender Planung bis hin zu cleveren, nachträglichen Anpassungen reichen und das Kabel-Chaos elegant umgehen.
Die eleganteste, aber auch aufwendigste Lösung sind Bodeneinbausteckdosen. Bei einem Neubau oder einer umfassenden Renovierung sollten diese von Anfang an eingeplant werden. In der Schweiz sind Modelle nach Norm Typ 13 von Herstellern wie Feller oder Hager ideal, da sie flächenbündig im Boden verschwinden. Für Mietwohnungen oder bestehende Bauten gibt es weniger invasive Methoden. Extrem flache Kabel, erhältlich in Schweizer Baumärkten wie Coop Bau+Hobby, können unter Teppichen oder sogar unter grossen Teppich-Filzunterlagen fast unsichtbar verlegt werden. Eine weitere Option ist, das Kabel als bewusstes Designelement zu inszenieren. Hochwertige, farbige Textilkabel können kunstvoll am Boden entlanggeführt werden und einen industriellen oder verspielten Akzent setzen.

Die technologische Entwicklung bietet die vielleicht einfachste Lösung: die Abkehr vom Kabel. Der Markt für hochwertige Akkuleuchten ist in den letzten Jahren explodiert. Viele namhafte Designhersteller bieten ihre ikonischen Leuchten inzwischen in kabellosen, wiederaufladbaren Versionen an. Sie bieten maximale Flexibilität und eliminieren das Kabelproblem vollständig. Ebenso setzen immer mehr Möbelhersteller auf integrierte Technologien. Sofas oder Beistelltische mit eingebauten USB-Ports oder kabellosen Ladeflächen (Qi-Standard) für Smartphones reduzieren den Bedarf an sichtbaren Steckdosenleisten und Kabeln erheblich.
Wie lenken Sie den Blick mit einem Statement-Piece von der unaufgeräumten Küche ab?
In offenen Wohnkonzepten ist die Küche oft Teil des Wohnraums – samt Spüle, Arbeitsfläche und dem unvermeidlichen, alltäglichen Chaos. Ein strategisch platziertes Statement-Möbel kann hier als „visueller Magnet“ fungieren. Es lenkt den Blick des Betrachters gezielt auf sich und lässt weniger attraktive Bereiche in den Hintergrund treten. Dieses Prinzip der visuellen Hierarchie ist ein mächtiges Werkzeug der Raumgestaltung. Es geht nicht darum, etwas zu verstecken, sondern darum, dem Auge einen attraktiveren Fokuspunkt anzubieten.
Ein Möbelstück mit starker Präsenz – sei es durch seine massive Form, eine kräftige Farbe oder ein ikonisches Design – zieht die Aufmerksamkeit unweigerlich auf sich. Ein grosses, bodentiefes Sofa ohne Füsse beispielsweise wirkt wie ein Fels in der Brandung und setzt ein unübersehbares Statement, das alle Blicke auf sich zieht. Die Positionierung ist dabei entscheidend: Das Möbel sollte aus der Perspektive des Wohnungseingangs so platziert sein, dass es die direkte Sichtachse auf die unordentlichsten Zonen der Küche unterbricht oder zumindest ein stärkerer visueller Reiz ist. Das Auge „friert“ quasi am Statement-Piece ein und die Umgebung verliert an Bedeutung.
Um diesen Effekt zu maximieren, können Sie die Wirkung des Möbelstücks mit weiteren Elementen verstärken. Hier sind einige bewährte Strategien:
- Gezielte Akzentbeleuchtung: Eine Stehleuchte oder ein Deckenstrahler, der direkt auf das Möbelstück gerichtet ist, hebt es aus der Umgebung hervor. Schweizer Leuchtenfirmen wie Regent Lighting oder Ribag bieten hierfür exzellente Lösungen.
- Dekorative Rückseiten: Die Rückseite eines freistehenden Sofas ist eine Gestaltungsfläche. Ein elegantes Sideboard oder ein Konsolentisch dahinter, dekoriert mit Skulpturen, Büchern oder grünen Pflanzen, schafft eine zweite, attraktive Ebene.
- Bewusster Material- oder Stilbruch: Platzieren Sie ein ultramodernes, minimalistisches Möbelstück vor einer rustikalen Backsteinwand oder ein opulentes Samtsofa in einer ansonsten schlichten Umgebung. Der Kontrast erzeugt Spannung und zieht den Blick magisch an.
Durch diese bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit wird das Statement-Möbel zum Regisseur des Raumerlebnisses. Es entscheidet, was der Besucher zuerst wahrnimmt und was in der Peripherie verschwimmt.
Wie verstecken Sie das Stromkabel einer Stehleuchte mitten im Raum stolperfrei?
Eine Stehleuchte, die eine Leseinsel mitten im Raum erhellt, schafft eine wunderbare Atmosphäre. Doch das dazugehörige Kabel wird schnell zur ästhetischen und physischen Stolperfalle. Die Herausforderung besteht darin, das Kabel unsichtbar zu machen oder es so zu integrieren, dass es nicht stört. Die einfachste Lösung, das Kabel unter einen Teppich zu legen, erfordert Sorgfalt. Um unschöne Wölbungen und Stolperkanten zu vermeiden, sollten Sie ausschliesslich extrem flache Spezialkabel verwenden. Für eine perfekte Lösung kann man sogar eine feine Nut in eine dicke Teppichunterlage schneiden, in der das Kabel dann komplett verschwindet.
Eine andere gängige Methode sind Kabelbrücken oder Kabelkanäle. Hier ist die Auswahl des richtigen Produkts entscheidend. Die klobigen, gelb-schwarzen Industrie-Kabelbrücken sind für Wohnräume ungeeignet. Stattdessen gibt es dezente, sehr flache und oft selbstklebende Kabelkanäle in Wohnraumqualität, die in Farben wie Weiss, Grau oder sogar in Holzoptik erhältlich sind. Diese können unauffällig entlang von Sockelleisten oder direkt auf dem Boden verlegt werden. In Schweizer Fachgeschäften wie OBI Schweiz findet man eine passende Auswahl für den Heimbereich.
Manchmal ist die beste Art, ein Problem zu lösen, es nicht zu verstecken, sondern es zu zelebrieren. Hochwertige Textilkabel in einer Vielzahl von Farben und Mustern bieten die Möglichkeit, das Kabel zu einem bewussten Designelement zu machen. Anstatt es krampfhaft zu verbergen, kann es in einer eleganten Kurve oder einem geometrischen Muster am Boden arrangiert werden. Dies verleiht dem Raum eine persönliche, kreative Note und verwandelt ein funktionales Übel in ein gestalterisches Statement. Alternativ, wie bereits erwähnt, lösen kabellose Akkuleuchten das Problem an der Wurzel und bieten ultimative Flexibilität ohne jeglichen Kabelsalat.
Wie legen Sie mehrere Teppiche übereinander (Layering), damit es nicht stolpert?
Das Schichten von Teppichen, auch „Layering“ genannt, ist eine raffinierte Technik, um in offenen Räumen Zonen zu definieren, Textur hinzuzufügen und ein Gefühl von Tiefe und Luxus zu erzeugen. Die grösste Herausforderung dabei ist die Sicherheit: Die Kanten des oberen Teppichs können leicht zu gefährlichen Stolperfallen werden. Mit den richtigen Materialien und Techniken lässt sich dieses Risiko jedoch minimieren und ein ebenso sicheres wie stilvolles Ergebnis erzielen.
Die Grundlage für sicheres Layering ist eine hochwertige Antirutsch-Unterlage oder ein Gitter unter dem unteren, grösseren Teppich. Dies verhindert, dass die gesamte Konstruktion auf glatten Böden wie Parkett oder Platten verrutscht. Der obere, kleinere Teppich muss ebenfalls fixiert werden. Anstatt ihn komplett zu verkleben, was den Teppich beschädigen könnte, fixiert man nur die Kanten und Ecken. Hierfür eignet sich spezielles, doppelseitiges Teppich-Klebeband, das sich später rückstandsfrei entfernen lässt. Eine professionelle Alternative ist die Verwendung von dünnen Klettstreifen, die eine feste, aber lösbare Verbindung schaffen.
Die Auswahl der Teppiche spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Idealerweise kombiniert man unterschiedliche Strukturen, um einen interessanten haptischen Kontrast zu schaffen. Ein flachgewebter Woll- oder Filzteppich als Basis, zum Beispiel von den Schweizer Herstellern Ruckstuhl oder TISCA, bietet eine stabile Grundlage für einen hochflorigeren oder gemusterten Teppich darüber. Wichtig ist, dass der obere Teppich nicht zu dick ist, um die Höhe der Stolperkante gering zu halten. Ein Ton-in-Ton-Layering, bei dem Teppiche aus der gleichen Farbfamilie, aber mit unterschiedlichen Texturen und Höhen kombiniert werden, erzeugt eine besonders subtile und elegante Struktur.
Ihr Plan für sicheres Teppich-Layering
- Basis stabilisieren: Legen Sie unter den grössten, unteren Teppich immer ein professionelles Antirutsch-Gitter, um ein Verrutschen der gesamten Teppichinsel zu verhindern.
- Materialien kombinieren: Wählen Sie als Basis einen flachen, robusten Teppich (z.B. Filz) und legen Sie einen kleineren, strukturierteren Teppich (z.B. grobe Wolle) darüber.
- Kanten fixieren: Befestigen Sie ausschliesslich die Kanten und Ecken des oberen Teppichs mit hochwertigem, rückstandsfrei entfernbarem Teppich-Klebeband am unteren Teppich.
- Höhenunterschied prüfen: Achten Sie darauf, dass der obere Teppich nicht zu hochflorig ist, um die Kantenhöhe und damit die Stolpergefahr so gering wie möglich zu halten.
- Bodenbelag schützen: Seien Sie bei geöltem Parkett besonders vorsichtig, da manche Gummierungen oder Klebstoffe mit der Zeit reagieren können. Testen Sie Materialien an einer unauffälligen Stelle.
Das Wichtigste in Kürze
- Designklassiker sind Sachwerte, deren Wertstabilität und potenzieller Wertzuwachs sie zu einer klügeren Anlage als ein niedrig verzinstes Sparkonto machen können.
- Die Platzierung eines Solitär-Möbels im Raum ist eine bewusste Raum-Choreografie, die visuelle Anker schafft und Laufwege lenkt, anstatt sie zu blockieren.
- Die Investition in ein Original zahlt sich langfristig durch höhere Materialqualität, Reparierbarkeit und einen stabilen Wiederverkaufswert aus, während Replicas schnell an Wert verlieren.
Lohnt sich der Kauf eines originalen Designklassikers als Erbstück?
Ein echter Designklassiker ist mehr als ein Möbelstück – er ist ein Stück Kulturgeschichte, das über Generationen weitergegeben werden kann. Die Entscheidung für ein Original ist somit auch eine Entscheidung für ein zukünftiges Erbstück von materiellem und emotionalem Wert. Designer wie Charles & Ray Eames, Le Corbusier oder Arne Jacobsen haben Möbel geschaffen, die so zeitlos im Design und hochwertig in der Verarbeitung sind, dass sie buchstäblich ein Leben lang halten und oft sogar noch an Charakter gewinnen.
An Designern wie Le Corbusier, Charles & Ray Eames, Arne Jacobsen, Marcel Breuer oder Ludwig Mies van der Rohe kommt man nicht vorbei. Ihre Möbel sind Ikonen, zeitlos im Design und so hochwertig verarbeitet, dass sie oft ein Leben lang halten.
– Used-Design Blog, Designmöbel als Geldanlage
Die Langlebigkeit dieser Stücke ist legendär. Im Gegensatz zu schnelllebigen Trendmöbeln, die nach wenigen Jahren entsorgt werden, sind Originale für die Ewigkeit gebaut. Ihre Wertentwicklung ist bemerkenswert; Studien zeigen, dass bestimmte Möbelklassiker nicht an Wert verlieren, sondern wie Hermès-Taschen sogar gewinnen. Dieser finanzielle Aspekt, kombiniert mit der persönlichen Geschichte, die ein Möbel über die Jahre sammelt, macht es zu einem idealen Erbstück.
Damit ein Designklassiker seinen Wert für zukünftige Generationen behält, ist eine sorgfältige Dokumentation unerlässlich. Legen Sie von Anfang an eine Mappe mit allen wichtigen Unterlagen an: die Originalrechnung, Echtheitszertifikate und Pflegeanleitungen. Eine persönliche Notiz zur Geschichte des Stücks – wann und warum es gekauft wurde – verleiht ihm zusätzlichen emotionalen Wert. Bei einem späteren Verkauf oder einer Erbschaft kann ein Gutachten eines neutralen Sachverständigen oder eine offizielle Schätzung durch ein Schweizer Auktionshaus den Wert objektiv belegen und steigern. Regelmässige, dokumentierte Pflege mit geeigneten Produkten, beispielsweise von Schweizer Spezialisten, sichert die materielle Substanz für die Zukunft.
Häufig gestellte Fragen zur Verkabelung freistehender Möbel
Kann ich Kabel einfach unter einem Teppich verlegen?
Ja, aber verwenden Sie extrem flache Spezialkabel und schneiden Sie gegebenenfalls eine dünne Nut in die Teppichunterlage für eine saubere Lösung, um Stolperkanten zu vermeiden.
Welche Kabelbrücken eignen sich für Wohnräume?
Dezente, flache Kabelkanäle in Wohnraumqualität (nicht die gelb-schwarzen Industrie-Versionen) sind die beste Wahl. Suchen Sie in Schweizer Fachgeschäften wie OBI Schweiz nach passenden Modellen in unauffälligen Farben.
Gibt es Alternativen zu versteckten Kabeln?
Ja, hochwertige Textilkabel in verschiedenen Farben können als bewusstes Designelement kunstvoll am Boden arrangiert werden und einen ästhetischen Mehrwert schaffen, anstatt ein Störfaktor zu sein.